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MPlayer aggressives Schärfen

September 11th, 2010 2 comments

Ich habe immer mal wieder das Problem das ich recht kleine Videos auf recht großem Monitor anschauen möchte. Dabei stößt man ja auch so manches Problem, skaliert man einfach nur hoch sieht das Bild verwaschen und matt aus. Im MPlayer hatte ich schon einige Filter probiert aber die Effekte waren immer marginal. Nun habe ich mir mal die Arbeit gemacht und exzessiv probiert. Dabei habe ich einen “Sweetspot” mit folgenden Parametern gefunden.

mplayer -vf screenshot,smartblur=2.0:-0.6:0,pp=ha:227:227/va/dr/tn:10:15:25/al/l5,hqdn3d=7:6:7,scale=$WIDTH:$HEIGH -ssf cgb=0.7:ls=100:cs=100 -sws 2

$WIDTH und $HEIGH müssen natürlich durch Zahlen ersetzt werden. Das Ergebnis ist nicht immer Optimal, die Schärfung ist wie gesagt recht aggressiv und überbetont teilweise auch Artefakte. Gerade aber auf dem Beamer sehen bei mir kleine Videos aber trotzdem erheblich besser aus.

Zur Erklärung der Parameter:

  • screenshot – Schaltet nur die “s” Taste ein und legt bei Druck einen Screenshot ab
  • smartblur=radius:stärke:flachecke – Stellt bei Radius 0.1 – 5.0 eine Schärfung -1.0 – 0 für alle Bereiche (0) oder nur für Ecken (1-30) oder nur für Flächen (-30- -1) ein. Diese Parameter sind sehr empfindlich und es lohnt das Probieren.
  • pp ist der Preprocessing Filter mit
    • ha / va  – Advanced Deblocking horizontal sowie vertikal
    • dr – Deringing
    • tn – Rauschfilter (x <= y <=  z – höhere Werte stärker)
    • al – Farbanpassung
    • l5 – Deinterlacing falls erforderlich
    • hqdn3d – Endrauschen  mit höheren Werten = aggressiver
  • scale – ist klar
  • -ssf & -sws – Software Scaler Parameter mit:
    • cgb – 0-100 Gausssches Weichzeichnen (0.7 ganz leicht weil der subjektiven Schärfe zuträglich)
    • ls und cs sind nochmal Schärfungsparameter

Ein kleines Bashscript hilft beim Vergleichen:

#!/bin/bash
WIDTH=936
HEIGH=528
 
mplayer -vf scale=$WIDTH:$HEIGH ${1} -ss ${2} &
mplayer -vf screenshot,smartblur=2.0:-0.6:0,pp=ha:227:227/va/dr/tn:10:15:25/al/l5,hqdn3d=7:6:7,scale=$WIDTH:$HEIGH -ssf cgb=0.7:ls=100:cs=100 -sws 2 -ss ${2} ${1} &

Als Parameter bekommt es $1 den Filename $2 den Startpunkt in Sekunden(?).

Falls eigene Experimente zu weiteren Verbesserungen führen bitte als Kommentar oder Mail abgeben, vielleicht liest ja auch der ein oder andere MPlayer Guru mit.

dvd rippen leichtgemacht

March 15th, 2010 3 comments

Ich wollte gerade für einen Freund die DVD eines Junggesellenabschieds rippen, den ich vor ein paar Jahren aufgenommen hatte. DVD::RIP hat sich aber an der Menüstruktur verschluckt – obs am Tool oder meinem (damaligen?) Unverständnis für DVD-Authoring liegt weiß ich nicht – ich wollt einfach nur nen mittelmäßiges x264 . . .

Also hab ich den mplayer rausgekramt und das Ganze auf der Kommandozeile gemacht:

#ermittelt den laengsten track auf der dvd - meist der hauptfilm
lsdvd /dev/sdc0 |grep Longest
#hier wird track 02 benutzt
mplayer dvd://02 -v -dumpstream -dumpfile Dateiname.vob
#unkomprimierten ton extrahieren  - 128 ist tonspur 1
mplayer Dateiname.vob -aid 128 -dumpaudio -dumpfile Dateiname.ac3
# Rand ermitteln - sinnvolle stelle nutzen (cursortasten)
mplayer Dateiname.vob -vf cropdetect
#first pass - crop anpassen siehe schritt vorher
mencoder -v Dateiname.vob -aspect 16/9 -vf crop=704:432:8:72,harddup -ovc x264 -x264encopts subq=6:partitions=all:8x8dct:me=umh:frameref=5:bframes=3:b_pyramid:weight_b:turbo=1:pass=1:psnr:threads=0:bitrate=745 -ofps 25 -oac copy -of rawvideo -o Dateiname.264
#second pass
mencoder -v Dateiname.vob -aspect 16/9 -vf crop=704:432:8:72,harddup -ovc x264 -x264encopts subq=6:partitions=all:8x8dct:me=umh:frameref=5:bframes=3:b_pyramid:weight_b:pass=2:psnr:threads=0:bitrate=745 -ofps 25 -oac copy -of rawvideo -o Dateiname.264
# MKVMerge: *.ac3 und *.264 hinzufügen (Containerformat zusammenbauen)
mmg

Das Ganze ist als kurzes HowTo gedacht und kein Script 😉 – ist quasie eher nen öffentliches BackUp . . .

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