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Sachen zum Lachen: Vodafone und die standortbezogene Daten

— Vorweg möchte ich mich für die länge des Posts und die Rechtschreibung darin entschuldigen, mein Kaffee läuft noch durch. —

Eigentlich wollte ich nur meine monatliche Rechnung als PDF downloaden, ein Umstand den ich Vodafone verdanke, da vor einiger Zeit zum dritten mal unfreiwillig meine heißgeliebte Rechnungszustellung per Post ‘umgestellt’ wurde. Alles zum Wohle der Natur versteht sich, so zumindest Vodafon. Das die meisten User, wie auch ich, ihre Rechnungen vermutlich trotzdem ausdrucken werden, um einen Nachweis in ihren altmodischen Aktenordnern zu haben, ist dem Mobilfunkanbieter sicherlich einfach nicht bewusst, sonst würden sie ja so etwas wie: ‘…Wir wollen Porto sparen und die Druckkosten für die Rechnung auf Sie umlagern ohne das Sie Vergünstigungen in Ihrem Tarif erhalten. Darum drucken Sie sich Ihre Rechnungen doch bitte selbst aus, wenn Sie uns schon nicht vertrauen, dass wir Ihre horenden Kosten nicht korrekt berechnen. …’ in ihren Mitteilungsbrief schreiben, den es diesmal nicht gab. Naja immerhin bekomme ich so auch kaum noch bunt gefüllte Briefe mit Werbung zu Tarifen und Optionen die sowieso im Müll landen. Mit diesem Kompromiss und der Unlust zum dritten mal Widerspruch gegen die Online-Only-Rechnung einzulegen, nehme ich den Umstand also mürrisch hin (GW, Vodafone! Die Trägheit des Menschen ist unfassbar). Vielleicht sollte man den Supermärkten in Deutschland den Vorschlag unterbreiten, dass die Kunden die aktuelle Werbung als PDF auf der Website des Unternehmens downloaden können, anstatt die Briefkästen damit zuzumüllen…

Ich klicker da also so rum und wo ich schon mal da bin schaue ich auch noch durch die viel zu teuren, mobilen Pseudoflats mit Datenbremse, ob nicht doch eine Perle darin ist. Die Antwort kennen wir sicher alle. Unbefriedigt klicker ich weiter, immerhin funktioniert die Website mittlerweile ganz vernünftig, bis ich trotz noch fehlendem Kaffee am frühen Morgen aus dem Halbschlaf gerissen werde. “Standortbezogene Services wählen und bearbeiten.” steht nach zig Untermenüs als Bildunterschrift unter dem harmlos wirkenden Pseudonym “Vodafone-Location“. Freudig strahlend, welch wundervoll nütliche Dienstleistungen mir mein heißgeliebter mobiler Service-Provider da wohl anzubieten hat, mischen sich mit Trauer darüber, warum er mich nicht schon viel früher, bei den vielen unpassenden Anrufen darauf aufmerksam gemacht hat. Vielleicht hätte ich auch die Werbepost lieber nicht ungelesen wegwerfen sollen…Sei’s drum! Erwartungsvoll schaue ich der Seite beim laden zu und finde schließlich dies vor (…nachdem ich das Häckchen aus paranoidem Informationzeitalterreflex heraus, schon weggeklickt und auf ‘speichern’ gedrückt habe. In der Tat glaube ich das dieser langfristig den angebohrenen Fluchtreflex ersetzen wird, aber das wäre ein anderer Post…)

Vodafone-Location

Nun ist das Blöde, dass ich mich nicht erinnern kann Vodafone je mein Einverständniss dazu gegeben zu haben meinen Standort zu erfassen, zu verarbeiten oder gar an Dritte weiterzugeben. Noch viel blöder ist aber, dass das ja nicht heißt, dass ich es nicht doch getan habe. Vermutlich sollte ich den Vertrag mit allen Optionen doch noch einmal vernünftig lesen.
Sei’s drum, denn die Informationen zum Service versuchen meine Panik zu relativieren. Da ist von Datenschutz die Rede und von ausrdücklichem Einverständnis meinerseits (?!) Ausdrücklich? So ausdrücklich kann es dann ja wohl nicht gewesen sein, sonst könnte ich mich daran erinnern, oder?
Sehr witzig ist dann auch, was für Dienste denn da nun möglich sind, die nebenbei bemerkt evtl. auch zusätzliche Kosten verursachen können. Da haben wir was vom ADAC, oh die sind gut, was sagt denn die Info? Hmm, nix, nichtmal ne Website ist eingetragen. Aber immerhin heißt die Kategorie ‘Security & Tracking’…soso und was tut es nun? Vielleicht blau leuchten?
Weiter, was haben wir noch, ‘GoogleMaps’, ok wahr zu erwarten, außer das die ‘VodafoneD2 GmbH’ der Provider ist. Weiß das Google schon? Next please… Diverse Dateing-Dienste, super jetzt weiß ich auch warum die Kids von heute ständig auf ihr Smartphone starren, wenn sie durch die Straßen laufen: sie nutzen den tollen Service von Vodafone um jemand nettes kennen zulernen. Das geht bestimmt auch viel schneller als das nette Mädel im Cafe oder den Nerd an der Bar anzuquatschen, weil die ja auch auf ihr Smartphone schaun und den gleichen Dienst nutzen.
Ein echter Schenkelklopfer verbirgt sich hinter dem Kürzel ‘KIM’, ein Dienst den die mecomo AG anbietet, sowei insgesamt 6 der 10 Verfügbaren. Die Beschreibung zu KIM sieht so aus: ‘Neuer Service auf Türkisch: Auf einen Klick alles im Blick! Ob Familie oder Freunde – mit KIMNERDE haben Sie am PC den Überblick und wissen, wo wer gerade ist. KIMNERDE – und ein Treffen mit Freunden wird noch einfacher! Mehr Infos auf www.mecomo.com’ Super oder?! Ich versteh nur den Zusammenhang zu türkisch nicht, naja vielelicht hilft die webiste (kimnerde.de). Dort findet man viel Leere und, oh da kann man sogar Sachen kaufen…irgendwie funktionieren die Links nur nicht und man wird immer auf eine google-syndicate website weitergeleitet, was auch immer das sein mag… Auf mecomo.de unter der Sparte ‘Mobile apps’ erfährt man aber auch nichts außer Telefonnummern und Email-adressen. Aber immerhin scheint sich das Unternehmen mit Positionsbestimmung und GPS auszukennen.

Fazit: Alles sehr seriös und kostentransparent was Vodafone einem nach ausdrücklicherm Einverständnisserhalt da so anbietet. Und das alles nur für die erlaubnis meinen aktuellen Standort weiterverarbeiten und weitergeben zu dürfen. Super Sache…not! I’m really not amused!

  1. jens
    July 17th, 2012 at 20:19 | #1

    Im großen und ganzen kann ich nur sagen: LOL. Schöne neue Welt.
    Und der Türkischen Service ist doch eigentlich ganz klar. Das ist ein Service speziell für Berlin damit der Bruder/Vater seiner heißen Schwester/Tochter nachspionieren kann, ob sie nicht mit einem deutschen “Eh ALTER” rumhängt. (Lag wohl an den frühen Morgenstunden, dass Stefan den Zusammenhang nicht gesehen hat.)

    PS: sollte sich jemand von dem letzten Satz angegriffen fühlen (nicht der in Klammern), das sag ich ‘leb damit und steh über meiner Verallgemeinerung der Tatsachen’, ich muss mir schließlich auch alle 3 Tage von den Amis anhören dass alle Deutschen auf David Hasselhoff stehen (der übrigens heut seinen 60. feiert)

  2. mawe
    August 4th, 2012 at 19:11 | #2

    @jens

    OMG, ich hab ja nicht gewusst, dass Jens so in Amerika leidet! Aber er hat’s ja bald geschafft.

    Zum Thema: War bei mir mit O2 genau das gleiche. Ich hab auch meinen Fluchtreflex genutzt um das Häkchen weg zu klicken. Und auch ich kann mich nicht daran erinnern, jemals mein Einverständnis gegeben zu haben.

  3. May 16th, 2014 at 23:44 | #3

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  4. October 17th, 2014 at 04:55 | #4

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