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Alternativen zum DNS Server des ISP

December 4th, 2011 Leave a comment Go to comments

Ich hab hier öfter mal Probleme mit dem Inet von Comcast (you get what you pay for). Freitag wars mal wieder soweit und ich bin dem ganzen auf den Grund gegangen. Router lief, Router Logs sahen gut aus, aber ich bekam keine Webseiten zu Gesicht. Ping wollte in der Regel auch nicht, bis auf den zur Uni, das war aber eine IP statt URL. Ergo DNS Server von Comcast down.

Nach der Umstellung auf den Google DNS Server 8.8.8.8 gings dann wieder. Nun bin ich mit Angeboten von Google und co immer etwas vorsichtig. Glücklicherweise gibt es a) ein paar Listen von freien DNS Servern (leider keine aus Island und die zwei von isländischen ISP wollten bei mir nicht :() und b) ein Tool zum Testen verschiedener DNS Server (Speed und Zensur, wobei zweiteres nicht so wirklich gut ist und zu viele false positiv liefert). Ausgabe sieht dann z.B. so aus:

Ausgabe von namebench

Ausgabe von namebench

Ich bin jetzt zumindest auf die DNS Server der German Privacy Foundation umgezogen, Vorteil: keine Zensur und keine Logs (ihre Aussagen). Naja die Freude währte nicht lang, ein paar Stunden später war der Comcast Backbone down 🙁

PS: ich sollte noch vor OpenDNS warnen, laut einigen Berichten sind die keineswegs “open”, wenn ich es richtig im Kopf habe wird das von einer Firma betrieben die ihr Geld mit Marketing verdient

PPS: namebench gibts für Linux, Windows und Mac

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  1. Lukas
    December 5th, 2011 at 01:32 | #1

    Die Server der German Privacy Foundation hab ich mal verwendet, allerdings wars zumindest damals so, dass die immer wieder mal nicht erreichbar waren, was dann auch wieder nervt. Aber unzensiert kann ich da im vergleich zu den der ISPs bestätigen.

  2. robin
    December 8th, 2011 at 22:55 | #2

    was meinst du mit zensiert? machen die nur quatsch, wie die telekom, die sich nicht ans DNS protokoll hält und ihre suchseite präsentiert wenn man sich vertippt hat? Oder meinst du wirklich die blacklists gegen [kinderpornos|nazis|terroristen|kommunisten|raupkopierer|…]?
    oder sperren die schon normale (dual-use) seiten wie piratebay?

  3. Lukas
    December 10th, 2011 at 01:22 | #3

    @robin
    Also dass sie sich nicht ans Protokoll gehalten haben ist mir nicht aufgefallen. Aber es gab halt falsche meldungen, dass die Domain nicht gefunden wird und teilweise hat man vom Provider andere Seiten erhalten. Inhalte halt aufgrund von Domainnamen gefiltert, da nach einem DNS-Serverwechsel die Seiten richtig ankamen.

  4. December 13th, 2011 at 10:59 | #4

    @Lukas

    die Antworten nicht mit “Not Found” sondern leiten dich auf ihr gebrandetes Bing oder etwas ähnlich furchtbares um.

  5. December 13th, 2011 at 11:04 | #5

    Meine $0.02 dazu: DNS-Anfragen sind ja schon recht private Dinge. Ich benutze da lieber Google als 87.118.100.175, weil ich ja nicht weiß, wer da dahintersteht, was der mit den Daten macht und ob dort etwas verändert wird. Sobald DNSSEC mal sinnvoll deployed ist, müsste man sich die Sache aber nochmal neu anschauen.

  6. Lukas
    December 16th, 2011 at 13:45 | #6

    @jupp
    Auf die Seite wirst du nur weitergeleitet, wenns die Seite wirklich nicht gibt. Wenn sie nur zensiert wurde kriegst du die Fehlermeldung. War zumindest bei meinem Provider so.

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