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Daten in RAM = Besitz

February 15th, 2010 Leave a comment Go to comments

Nach einem neuen Urteil des OLG Hamburg:

Auch das kurzfristige Herunterladen in den Arbeitsspeicher, ohne ein manuelles Abspeichern, bringe Nutzer in den Besitz der Dateien …

[Quelle]

Dabei geht es zwar mal wieder um das bewußte und mutwillige Anschauen abscheulicher Bilder im Internet, doch in meinen Augen mit weitreichenden Folgen.
Selbst wenn man sich bis heute einigermaßen schützen konnte (vor gesetzwidrigen Inhalten hinter Links), indem man den Browser Cache in den Arbeitsspeicher verschiebt, bleibt nun diese Möglichkeit nicht mehr.

Meine Frage: Wie kann man sich in Zukunft schützen? (Vor gesetzwidrigen Inhalten oder vor Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft, man habe sich etwas absichtlich angesehen, etc …)

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  1. February 15th, 2010 at 23:07 | #1

    Nun ja, wirklich sicher geht natürlich wie immer nicht. Empfehlen kann man sicherlich alles, was auch Chinesische Dissidenten benutzen um der Überwachung/Zensur des heimischen Internets zu entkommen: TOR, anonyme Proxys, VPN ins Ausland, verteilt-anonyme ansätze wie freenet.org

    Das beste Aufwand/Nutzen-Verhältnis haben für den Heimanwender sicher VPN-Dienste wie https://www.ipredator.se/ auch hier muss man natürlich den Anbietern vertrauen.

  2. rg
    February 17th, 2010 at 10:42 | #2

    Also TOR ist mir da lieber. Der VPN-Anbieter kann dich natürlich auch tierisch in die Pfanne hauen. Andererseits ist’s nun wieder auch so das TOR verdammt langsam ist.

  3. jens
    February 17th, 2010 at 10:55 | #3

    Problem an TOR is nur, dass es vom BND und BKA unterwandert ist ;) Dann doch lieber einen ausländischen VPN Anbieter (IMHO).

  4. rg
    February 17th, 2010 at 15:17 | #4

    Du verwechselst da JAP mit TOR. TOR-Nodes stehen überall auf der Welt und die Routen sind so das du durch alle Menge verschiedener Nodes geroutet wirst. Die Wahrscheinlichkeit das da irgendwas schief geht ist minimal.
    Woher willst du wissen das dein VPN Anbieter nicht unterwandert ist, und ganz ehrlich das erste was ich als “Dienst” machen würde sind einige VPN Anbieter aufmachen die verdammt günstige Preise haben.

  5. jens
    February 17th, 2010 at 15:23 | #5

    stimmt hast recht, mein fehler, sry
    aber wenn der “Dienst” einen TOR Knoten betreibt hast auch wieder ne A****karte ;)

  6. rg
    February 20th, 2010 at 21:30 | #6

    jens :
    stimmt hast recht, mein fehler, sry
    aber wenn der “Dienst” einen TOR Knoten betreibt hast auch wieder ne A****karte

    Nö wieso? Im Netz wird sozusagen geschachtelt Verschlüsselt. Das einzige was deine Daten “unverschlüsselt” bekommt ist der Exit-Node. Das die Dinger manipuliert sind, davon muss du einfach ausgehen. Das ist aber egal, weil:
    1.) Deine Anonymität gewahrt bleibt, wenn du keine Daten übermittelst die deine Identität preisgeben würden. Also z.B. du trägst deine eMail Adresse in ein Webformular ein … selbst schuld.
    2.) Wenn du nur Angst vor dem Exit Node hast, aber deinen “Dienst/Server” vertraust, dann mach halt https/SSL. Dann kann der Exit-Node zwar auch mitlesen, aber es ist dann halt verschlüsselt.
    3.) Bei Diensten die SSL Knacken können, hast du sowieso andere Probleme falls die dich auf dem Kiecker haben ;-) Vlt würde es sich da erstmal empfehlen hinter jede Steckdose in deiner Wohnung zu gucken ;-)

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