Home > political > Explizite Legitimation

Explizite Legitimation

September 30th, 2009 Leave a comment Go to comments

auf bundeswahlleiter.de gibt es die vorläufigen Ergebnisse der Bundestagswahl. Ich hab das mal alles in OO.org Calc reingegeben und mir etwas ausgerechnet was ich auf die schnelle “Explizite Legitimation” genannt habe. Grundgedanke davon ist einfach alle Nichtwähler wie eine virtuelle Partei zu werten die den anderen Parteien Prozente nimmt. Oder einfacher Stimmen für eine Partei durch Gesamtzahl Wahlberechtigter mal hundert sind die Prozentpunkte für die Partei.

btwahl09

Die Interpretation überlasse ich mal jeden einzelnen selbst …

  1. hörb
    September 30th, 2009 at 11:10 | #1

    Die Chance, das so aussehen zu lassen haben die Nichtwähler aber schon, nämlich wenn sie zur Wahl gehen und dort ein Bild auf den Zettel malen. Überzeugten Nichtwählern wäre das sicher eine vernünftige Erleichterung, die machen aber nicht 30% der Wahlberechtigten aus. Leute, die zu dumm oder zu faul sind, sich überhaupt mit den Implikationen ihres Stimmrechts auseinanderzusetzen, verdienen aber meiner Ansicht nach nicht, automatisch an der Bildung eines nicht regierungsfähigen Parlamentes teilzuhaben. Es ist ein Recht aber auch eine Pflicht, wählen zu gehen, wenn man die eigene Stimme repräsentiert sehen will.

    Und es ist genau *ein* Sonntag im Jahr.

    Sollten sie eher mal die Option “Nix von allem” auf die Zettel drucken, mit dem deutlichen Hinweis “auch diese Stimme zählt”.

    Aber aufschlussreiche Tabelle! *daumen*

  2. jens
    September 30th, 2009 at 12:03 | #2

    so was ähnliches gibts schon ne weile, nur etwas bunter und mit den zahlen der hochrechnung vom sonntag: http://erdgeist.org/graph.pdf

  3. September 30th, 2009 at 13:48 | #3

    Wie ist das eigentlich wenn die CSU weniger als 5% hätte…

  4. September 30th, 2009 at 14:06 | #4

    @hörb: Wenn du ein Bild auf den Zettel malst dann ist das genau so gut wie wenn du nicht zur Wahl gehst. Es ist nicht so das deine Stimme abgezogen wird, sondern nur das du in der ungültig Statistik auftauchst.
    @hörb2: Es ist genau ein Sonntag in 4 Jahren (zumindest Bundestag wenn alles “gut” läuft)
    @reaper: IMHO würde dann die CSU unter die 5% Hürde fallen und stände dann der Union nicht mehr zur Verfügung. Das heißt der schwarze “Union”s Balken im Fernsehen würde dann um x-4,999% weniger hoch sein.

  5. September 30th, 2009 at 21:18 | #5

    Es ist aber sinnlos, den Nichtwaehlern eine Stimme zuzuordnen, die sie nicht haben. Ich denke das System ist schon gut so wie es jetzt ist, die Annahme dass die Nichtwaehler proportional die gleiche Stimmverteilung wie die Waehler haben begruendet sich ja aus einer Umfrage (naemlich der Wahl selbst) die nicht nur repraesentativ sondern auch topaktuell ist :)

  6. October 1st, 2009 at 09:03 | #6

    @robin das schöne an den Bildern ist aber das die Stimmauszähler was zu lachen haben, sich durch das Andauernde Amüsement verzählen und das Wahlergebnis am Ende einfach unerwarteter wird.

    @jupp aber 16 Millionen ungültige Stimmen wären vielleicht ein gutes Mittel der psychologischen Kriegsführung, aber vielleicht auch nicht ;)

    Ich persönlich tendiere ja dazu eine Wahlpflicht einzuführen mit vorgelagerten Pflichtkursen in Wahlprogrammen. Dann kann zumindest niemand mehr behaupten die Programme nicht zu kennen und deshalb nicht zu wählen und zugleich würde die Zahl der ‘immer so gewählt’ Wähler hoffentlich sinken. Aber da ein informierter Bürger der Tod eines jeden Wahlkampfes ist wirds wohl bei einstudierten Kandidatenduellen bleiben.

  7. hörb
    October 2nd, 2009 at 13:13 | #7

    Ungültig == zählt nicht als “fehlende Prozente” war mir nicht klar, sorry. Wenn, dann wär ich dafür, *das* einzuführen. Aber “nicht hingegangen” sollte nicht automatisch so zählen.

    Wahlpflicht find ich gefährlich.

  1. No trackbacks yet.